Allen einen gesegneten und frohen Nationalfeiertag! ♡
Mein kleiner Bruder und ich wohnten dem trad. Gottesdienst bei, ehe wir an der anschliessenden Feier im Stadtpark teilnahmen. In der Hl. Messe wurde die Heimat als Thematik beleuchtet und mir wurde, einmal mehr, klar: ich fühle mich in Uster wesentlich mehr zu Hause, als im elenden, isolierten und korrumpierten Dorf, aus dem meine Eltern stammen.
Die Stadtparkrede von Patrick Hässig empfand ich als sehr inspirierend und ich war froh, ihn als Festredner geniessen zu können und zu dürfen – mir war dieser volksnahe Politiker wesentlich lieber, als ein weiterer Polemik-Polteri der SVP, im Dorf. Die Rechten richten, seit Jahren, mehr als genug Schaden an, landesweit...
Nach der Festrede gab es ein veganes Picknick beim See, zu schöner Blasmusik.
Biberli, Paprika-Chips und Softdrinks. Wir achteten dabei bewusst auf traditionelle Marken und swiss-made.
Abends wanderten wir entlang der einstigen Sperrstelle, im Nachbardorf.
Früher diente sie als Abwehrlinie, im zweiten Weltkrieg.
Heute existiert sie als Naturschutzgebiet, um die sich eine bunte Tierwelt tummelt. Mehrere Strassen durchbrechen die einstige Linie.
Sie wurde zum Zeitzeugen einer friedlicheren Zeit.
Frieden ist fragil und kostbar.
Und nicht so selbstverständlich, wie es mir in jungen, unbeschwerten Jahren erschien. Daran erinnert mich auch die Fahne, die seit dem Start des Ukrainekrieges an meinem eigenen Fenster hängt: verwittert ist sie, vom Westwind verrupft und zerschlissen. Das leuchtende Blutrot ist durch die Sonne zunehmend verblasst.
Noch ist der Frieden da.
Aber er wirkt sehr fragil. Die Bedrängung wächst, mitunter auch durch die Politik der eigenen Nation.
Ich hoffe, dass wir weiter in einem Land leben dürfen, das uns ermöglicht, auf diesen friedlichen Wegen zu bleiben.






